Butendiek

Das Projekt - Die Idee des Bürger-Windparks

Vom Land aufs Wasser

Die Energieerzeugung aus Wind hat in den letzten Jahren einen Boom erlebt. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen und der enorme technische Fortschritt haben die Stromversorgung aus Wind zu einer attraktiven Zukunftsbranche werden lassen.
In Schleswig-Holstein werden zur Zeit ca. 16,5% des Strombedarfs mit Windenergieanlagen gedeckt. Allerdings sind inzwischen fast alle geeigneten Flächen erschlossen worden. Für den angestrebten weiteren Ausbau der Windenergienutzung ist daher der Schritt vom Land aufs Wasser notwendig. Hier können leistungsfähigere Anlagen auf relativ großer Fläche errichtet werden. Außerdem lässt das hervorragende Windangebot auf See höhere Energieerträge erwarten als an Land.

Aus der Region - für die Region

Als sich die Windenergie Anfang der 90er Jahre zu etablieren begann, entstand in Nordfriesland zeitgleich die Idee des Bürger-Windparks: Innerhalb eines Dorfes bzw. einer Region haben sich viele Bürger zu einer Gesellschaft zusammengeschlossen, um gemeinsam die Planung und den Bau eines Windparks voranzutreiben. Nach dem Motto "Gemeinsam sind wir stark" wurden damit insbesondere in den ländlichen Räumen Schleswig-Holsteins Investitionen möglich, wie sie in diesen meist wirtschaftsschwächeren Regionen eher selten sind.

Akzeptanz in der Region

Die Geschäftsführung liegt in den Händen von Gesellschaftern, d. h. Geschäftsführung und Gesellschafter haben die gleichen Interessen. Daher werden die Kosten für die gesamte Planung und Projektierung vergleichsweise gering gehalten. Durch die breite Beteiligungsstruktur bleibt die Wertschöpfung des Bürger-Windparks in hohem Masse vor Ort und erhöht die Akzeptanz sowohl in der Bevölkerung als auch bei den örtlichen, politischen und wirtschaftlichen Gremien. Steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten spielen bei klassischen Bürger-Windparks keine Rolle, vielmehr stehen wirtschaftliche und ökologische Aspekte im Vordergrund.

Agenda 21

In der auf Nachhaltigkeit ausgelegten Agenda 21 wird u. a. die Bürgerbeteiligung gefordert, um langfristig die Energiewende zu unterstützen. In den Bürger-Windparks wird diese Forderung in Form der finanziellen Beteiligung in idealer Weise erfüllt. Dem in der Agenda 21 geforderten sozialen Aspekt wird dadurch Rechnung getragen, dass die Anteilsgröße für Normalbürger tragbar ist.

Vorbild Dänemark

Dass die Übertragung der Idee des Bürger-Windparks auf die neue Dimension eines Offshore-Windparks gelingen kann, zeigt ein erstes großes Projekt in Dänemark, wo zur Zeit in der Ostsee vor Kopenhagen 10 Windenergieanlagen errichtet worden sind, an denen 8.300 Bürger beteiligt sind.

Unser Ziel

...ist die Umsetzung einer Projektidee, die in Dänemark schon heute Wirklichkeit ist! Mit der Beteiligung von bis zu 20.000 Bürgern wollen wir gemeinsam die Planung betreiben, um nach Erteilung der Baugenehmigung in der Nordsee den Offshore-Bürger-Windpark Butendiek zu realisieren.