Newsletter 3/2002
1. Vortrag von Dr. Franz Alt am 25. April 2002 im Rahmen des Wirtschafts- und Kulturfestivals Vision Schleswig-Holstein 2002Lesen Sie bitte hierzu folgenden Zeitungsbericht aus den Südtondern Nachrichten vom 29.04.2002. Diesen Artikel mit einem Foto finden Sie auch hier
Eindringliches Plädoyer für die Energiewende
Die Energiewende wird kommen und für Dr. Franz Alt ist jede Windkraftanlage ein Beweis dafür, dass es auch anders geht.
Niebüll - Ute Weiß
Krieg oder Frieden - die Menschheit hat die Wahl. Krieg um Öl, oder Frieden durch Energiegewinnung aus Sonne, Wind, Biomasse: Das ist die Vision des Journalisten Dr. Franz Alt von der Energiewende. Er brachte sie den Menschen in der nahezu voll besetzten Stadthalle in Niebüll am Donnerstagabend in einem ebenso lebendigen wie eindringlichen Vortrag näher.
Für ihren Beitrag zum Internationalen Wirtschafts- und Kulturfestival "Vision Schleswig-Holstein" hatte die OSB Offshore-Bürger-Windpark Butendiek den Leiter der Zukunftsredaktion im Südwestfunk und langjährigen Moderator des Polit-Magazins "Report" als Referenten eingeladen. Folgerichtig war dann auch in der von Carsten Kock (RSH) moderierten Veranstaltung viel von Windkraft als Energie-Alternative die Rede. Aber nicht nur davon.
Die Veranstaltung in Niebüll fand zufällig am Vorabend des 16. Jahrestages des Reaktorunglücks von Tschernobyl statt. Darauf machte Dr. Alt zu Beginn eines vehementen Protestes gegen strahlenden Atommüll und ökologischen Raubbau aufmerksam. "Noch nie hat sich eine Generation gegenüber den nachfolgenden so daneben benommen wie unsere. Im Bereich der fossilen Energien verbrauchen wir an einem Tag, was die Natur in 500000 Tagen erschaffen hat. Wir verstoßen gegen das Überlebensgesetz. Wir sind einfach bekloppt."
Der Wandel ist unausweichlich: "Wir werden ohnehin bald umsteigen. Und jeder Windpark ist ein Hinweis darauf, dass es auch anders geht", so Dr. Alt, der ermutigend hinzufügte: "Deshalb ist es auch so wichtig, dass die Bürger die Energiewende von unten anstoßen."
Die Energiewende ist auch aus einem anderen Grund zwingend geboten. "In Zentralasien werden die größten Gemetzel der Menschheitsgeschichte vorbereitet", warnte Dr. Alt, nachdem er seinen Zuhörern den Hintergrund klar gemacht hatte. Es gehe um Öl und den Transport über Pipelines, die durch Pakistan und Afghanistan führen sollen. Die größten Ölreserven, so Dr. Alt, liegen in Zentralasien. "Um Bin Laden geht es schon gar nicht mehr: Der Krieg in Afghanistan ist auch ein Krieg um Öl."
Um die Vision von der Energiewende umzusetzen, ist ein Umdenken erforderlich, im Kleinen wie im Großen. "Wenn deutsche Architekten lernen, wo Süden ist, sparen wir die Hälfte der Heizenergie." Es sei auch ein mentales Problem: "Wir haben nicht nur außen, sondern auch im Innern eine Energiekrise." Ökologen, so die fundamentale Erkenntnis, müssten ökonomischer, Ökonomen ökologischer denken.
Die Energiewende ist, das machte Dr. Alt in seinem Vortrag immer wieder deutlich, geboten und technisch durchaus machbar. Die großen Energiekonzerne haben das längst erkannt. Shell weihte vor zwei Jahren eine Solarzellenfabrik in Gelsenkirchen ein und betreibt die größte Biomasse-Anlage Europas. Es gibt Häuser, die über Solar doppelt so viel Energie erzeugen wie benötigt wird. Dr. Alt: "Das ist positive Energiebilanz." Und an der kann jeder mitwirken.
Den Ordensbrüdern in einem Benediktiner-Kloster hatte der für sein Umwelt-Engagement vielfach ausgezeichnete Journalist und Buchautor zum Beispiel empfohlen, das Klosterdach mit Solarzellen zu bestücken, "damit der Heilige Geist endlich mal eine Landefläche hat".
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2. Besetzung und konstituierende Sitzung des Gesellschafterausschusses
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Am 25. April 2002 fand in Niebüll die konstituierende Sitzung des Offshore-Bürger-Windparks Butendiek statt.
Dieses Gremium hat gemäß Gesellschaftsvertrag umfangreiche Beratungs- und Kontrollaufgaben und versteht sich als Bindeglied zwischen der Gesellschaft und den Kommanditisten.
Der Gesellschafterausschuss wird mehrmals jährlich tagen und sich aktiv für die Realisierung des Offshore-Bürger-Windparks einsetzen.
Dem Gesellschafterausschuss gehören folgende Mitglieder an:
- Dr. Klaus Rave, Geschäftsleiter der Investitionsbank Schleswig-Holstein, Vorsitzender des Gesellschafter-ausschusses
- Johannes Petersen, Steuerberater und Treuhandkomman-ditist, stellv. Vorsitzender des Gesellschafterausschusses
- Ursula Belker, Bürgermeisterin der Stadt Husum
- Peter Wilfer, Geschäftsführer der Energieversorgung Sylt
- Uwe Wollesen, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Wiedingharde
- Hans Feddersen, Vertreter von Butendiek
- Timm Kühl, Vertreter von Butendiek
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3. Zwischenergebnisse der Umweltverträglichkeitsstudie
Fotos von der Veranstaltung finden Sie in der Bildergalerie
Am 8. Mai 2002 fand im Sitzungssaal des Kreises Nordfriesland in Husum die Präsentation der bisher vorliegenden Zwischenergebnisse der umfangreichen Umweltverträglichkeits-studie zu Butendiek statt.
Mitarbeiter der beauftragten Büros BioConsult und Alfred-Wegner-Institut erläuterten die bisherigen Ergebnisse zu Vögeln, Schweinswalen sowie Benthos im Plangebiet und in seiner Nähe. Daneben wurden die Ergebnisse der Risikoanalyse in Bezug auf den Schiffsverkehr durch den Germanischen Lloyd vorgestellt.
Da die endgültigen Ergebnisse noch nicht vorliegen und die Bewertung dieser Ergebnisse Aufgabe der zuständigen Genehmigungsbehörde, des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie in Hamburg ist, nehmen wir keine eigene Bewertung vor.
Teilnehmer der Veranstaltung äußerten aber ihre Anerkennung über die offene und ehrliche Informationspolitik von Butendiek.
Wir befinden uns mit der UVS und der Risikoanalyse weiterhin im selbst gesteckten Zeitplan.
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4. Kapitalerhöhung auf 5.000 Euro je Anteil
Nachdem wir die erste Phase der Eigenkapitaleinwerbung sehr erfolgreich abgeschlossen haben, sind wir des öfteren schon gefragt worden, wann mit der Kapitalerhöhung auf 5.000 Euro je Anteil zu rechnen ist.
Der genaue Zeitpunkt steht heute noch nicht fest, wir erwarten allerdings weiterhin, dass wir im I. oder II. Quartal 2004 das Angebot der Kapitalerhöhung unterbreiten können.
Unser grober Zeitplan sieht wie folgt aus:
- Baugenehmigung für Butendiek im Jahr 2003
- Genehmigung für das See- und Landkabel ebenfalls im Jahr 2003
- Einspeisegenehmigung bei Böxlund im Jahr 2003
- Entscheidung für den Anlagenhersteller im Jahr 2003
- Erstellung von Investitions- und Finanzierungsplänen sowie Wirtschaftlichkeitsberechnungen im Jahr 2003
- Erstellung des Beteiligungsprospektes für die Projektphase II Ende 2003/Anfang 2004
- Anfang 2004 erste persönliche Gesellschafterversammlung in Nordfriesland mit umfangreicher Präsentation aller Zwischenergebnisse sowie dem Angebot zur Teilnahme an der Kapitalerhöhung. Chance zur Diskussion und zum umfangreichen Meinungsaustausch!
- Entscheidung zur Teilnahme an der Kapitalerhöhung und Zahlung der Einlage im Sommer 2004
- Beginn der Kabelarbeiten im Jahr 2004
- Aufstellen der ersten Windkraftanlagen im Jahr 2005
- Abschluss der Bauarbeiten und endgültige Inbetriebnahme von Butendiek bis 31.12.2006