Newsletter 1/2001
Offshore-Bürger-Windpark Butendiek: 50 % der Anteile verkauft!Äußerst zufrieden zeigen sich die 9 Gründungsinitiatoren des Offshore-Bürger-Windparks Butendiek mit dem bisherigen Verkauf der Anteile an ihrem geplanten Windpark in der Nordsee.
Hans Feddersen, zuständig für den Vertrieb des Windparks, teilt hierzu mit, „dass Butendiek in nur 3 Monaten schon 50 % der 20.000 Anteile verkauft hat. Dies ist ein überragender Erfolg für unser Konzept des Offshore-Bürger-Windparks. Es zeigt, dass Windenergie in weiten Teilen der Bevölkerung voll etabliert ist. Die Energieerzeugung wird durch unser Konzept des Bürger-Windparks auf eine sehr breite, demokratische Basis gestellt.“
Die Firma Butendiek plant die Errichtung und des Betrieb eines Offshore-Windparks in der Nordsee, ca. 34 km westlich von Sylt. Ziel ist es, einen Windpark mit 80 Windkraftanlagen zu je 3 MW Nennleistung, insgesamt somit 240 MW Gesamtleistung zu bauen. Diese Leistung reicht aus, um ca. 200.000 Haushalte mit regenerativem Strom zu versorgen, mehr Haushalte, als die Kreise Nordfriesland und Schleswig-Flensburg zusammen haben. Die Inbetriebnahme ist bis spätestens 2006 vorgesehen. Das gesamte Investitionsvolumen beträgt bis zu 400 Mio. Euro.
Butendiek plant den Verkauf von 20.000 Anteilen zu je 250 Euro, vorrangig an Bürgerinnen und Bürger aus Schleswig-Holstein. Insgesamt soll mit diesem Eigenkapital in Höhe von 5 Mio. Euro die Planungs- und Projektierungsphase des Windparks bestritten werden.
Die Baugenehmigung wird für Ende 2003 erwartet. Dann wird das Eigenkapital auf das 20-fache, also 5.000 Euro je Anteil aufgestockt. Insgesamt wird auf diese Weise ein Eigenkapital in Höhe von 100 Mio. Euro eingeworben.
Die Zielsetzung der Initiatoren, einen Windpark „aus der Region – für die Region“ zu errichten, hat u.a. dazu geführt, dass sich Butendiek seit kurzem mit dem offiziellen „Agenda 21“ –Logo schmücken darf.
Dieses Logo wird von der Akademie für Natur und Umwelt des Landes Schleswig-Holstein nur an Firmen vergeben, die die strengen Kriterien der Agenda 21 (Bürgerbeteiligung, Beitrag zur nachhaltigen Energiewende, Berücksichtigung sozialer Aspekte) erfüllen.
Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Genehmigung des ehrgeizigen Projektes ist die Zulassung zur Antragskonferenz beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg am 5. Juli 2001. Das BSH ist zuständig für das Antragsverfahren und die Genehmigung von Offshore-Windparks außerhalb der 12-Seemeilen-Zone. Auf dieser Antragskonferenz werden die Träger öffentlicher Belange zu dem von Butendiek gestellten Antrag gehört und anschließend die Aufgaben verteilt, die in den nächsten 2 Jahren von Butendiek zu erfüllen sind, um die Baugenehmigung zu erlangen.
Hierzu Hermann Albers, stellvertretender Bundesvorsitzender des Bundesverbandes für Windenergie (BWE) und einer der 9 Initiatoren: „Die Zulassung zur Antragskonferenz ist ein großer Erfolg für uns. Obwohl wir erst seit einem Jahr an dem Projekt arbeiten und kein großer Konzern hinter uns steht, haben wir unsere Hausaufgaben bisher sehr gut gemacht. Wir sind zuversichtlich, dass wir mit unserem großen Know-how auch die Anforderungen erfüllen werden, um die Baugenehmigung zu erhalten“.
Die Nordfriesen haben ihre Informations-Kampagne in Nordfriesland mittlerweile abgeschlossen. Nur die Abschlussveranstaltung in Husum steht noch aus. Ab jetzt wird in den Nachbarkreisen für das Projekt geworben. Und das Konzept geht auf: Über 3.000 interessierte Bürgerinnen und Bürger haben die bisher 35 Veranstaltungen besucht.
Hierzu nochmals Hans Feddersen: „Wir erwarten, dass wir die 20.000 Anteile nach der Messe Husum Wind im September 2001 verkauft haben werden.