Butendiek

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Dänische Basis für Butendiek

14.07.2009

Dänische Basis für Butendiek

Was Husum gerne haben wollte, entsteht jetzt auf Rømø. Den Hafen Havneby der dänischen Ferien-Insel will Airtricity als Service- und Wartungszentrum für den Offshore-Windpark „Butendiek“ in der deutschen Nordsee nutzen.

Husum/Havneby

hn/pst

Airtricity, die Tochtergesellschaft von Scottish and Southern Energy (SSE) für erneuerbare Energien, hat einen Vertrag mit dem Hafen Rømø über den Aufbau eines Service- und Wartungszentrums für den Offshore-Windpark „Butendiek“ unterzeichnet. Der Windpark, wird eine installierte Leistung von 288 MW haben. Airtricity hat mit Siemens Wind Power A/S (Hauptsitz Brande/Dänemark) einen Vorvertrag über die Lieferung der Windturbinen geschlossen. Das „Butendiek“-Zentrum umfasst auch Gebäude und Hafenanlagen für die Offshore-Zugangslogistik mit Service-Schnellbooten und Helikoptern.

„Mit schnellen Reaktionszeiten für die Instandhaltung und Wartung der Windturbinen – sowohl über den Seeweg als auch mit Helikoptern – bietet der Hafen Rømø einen einzigartigen Standort“, begründete Martin Huss die Entscheidung für Havneby. Huss ist Projektdirektor und Geschäftsführer der Butendiek Offshore Windpark GmbH & Co. KG in Husum. Um länger als 25 Jahre eine höchstmögliche Verfügbarkeit der Windturbinen und somit eine stetige Energie-Erzeugung zu gewährleisten, sind 24 Stunden einsatzbereite Wartungs- und Betriebseinrichtungen in der Nähe sehr wichtig, so Huss weiter. „Bedeutend für den Vertragsabschluss war außerdem“, berichtete der Projektdirektor, „dass der Hafen Rømø ein Geschäftspartner ist, der sich klar auf die Belange der Offshore-Wind-Industrie eingestellt hat.“

Rømø, Teil der Groß-Kommune Tønder mit ihren 41 000 Einwohnern, will den 1964 entstandenen Hafen Havneby für 25 Millionen Euro erweitern. Zum Vergleich: Die Anpassung des Landeshafens Husum an Offshore-Zwecke war mit 13,2 Millionen Euro veranschlagt worden. 6,6 Millionen Euro hatte die EU zugesagt. Die aktuellen Ausbau-Pläne von Havneby ermöglichen nach Angaben von Martin Huss, dass auch größere Schiffe und andere Schiffstypen wie zum Beispiel solche für die Offshore-Installation von Windturbinen und Stahlfundamenten zum Einsatz kommen können.

„Für den Hafen Rømø ist dieser Vertrag sehr wichtig, und weitere Verträge mit anderen Offshore-Wind-Unternehmen werden diesem ersten Beispiel folgen“, erklärte Mikkel Gleerup, Direktor des Hafens Rømø. „Airtricity ist für uns ein bedeutender strategischer Partner, den wir zusammen mit anderen eingeladen haben, an den Entwicklungsplänen für den Hafen Rømø mitzuwirken. Airtricity ist ein sehr kompetentes Unternehmen, mit tiefem Einblick in die Windindustrie und guten Branchen-Kontakten. Dadurch haben auch andere Unternehmen den Hafen Rømø entdeckt.”

Der Hafen Rømø ist ein selbstständiger Teil der Gemeinde Tønder. 1964 wurde der Hafen eröffnet und gehörte dem Dänischen Staat. Anfangs wurde er hauptsächlich von der Fischerei und durch die Fährverbindung nach Sylt genutzt. Nachdem Havneby 2001 von der Gemeinde übernommen wurde, gab es mehrere Initiativen, ihn weiterzuentwickeln, insbesondere im Bereich Tourismus. Seit 2005 haben sich die Kernbereiche von zwei auf vier erweitert: Offshore, Industrie, Kreuzfahrten und Yachthafen. Der aktuelle Entwicklungsplan mit dem Schwerpunkt auf Offshore-Wind-Industrie beinhaltet eine Hafenerweiterung um mehr als 600 Meter neue Kaianlagen und 250 000 Quadratmeter neuer Landfläche.